Heilpraktikerin Petra Amann-Kirchberger

Homöopathie bei schweren Erkrankungen

Klassische Homöopathie bei schweren Erkrankungen

Homöopathie ist eine „Heilkunst“, die sehr viel dazu beitragen kann, die Lebensumstände zu verbessern und natürlich auch die Chance auf Heilung beinhaltet

Bei schweren Erkrankungen trifft man als Homöopath häufig auf miteinander verwobene sogenannte „miasmatisch verkomplizierte“ Krankheiten oder auf nebeneinander existierende Erkrankungen, von denen eine oder mehrere zusätzlich durch schulmedizinische Medikamente ausgelöst werden. Als Beispiel seien hier das Auftreten von Magengeschwüren durch die Einnahme bestimmter Schmerzmittel oder die Nebenwirkungen einer Chemotherapie genannt.

Samuel Hahnemann hat uns auch für die Behandlung solcher Fälle  im „Organon“ (6. Auflage §§ 36-43) entsprechende Handlungsanweisungen hinterlassen. Hier müssen die Symptome auf die einzelnen Erkrankungen aufgeschlüsselt werden und dann ist die Krankheit zu behandeln, die gerade im Vordergrund aktiv ist. Das heißt aber auch, dass die Arzneimittel den wechselnden Zuständen angepasst werden müssen und die Behandlung verschiedene – allerdings nie gleichzeitig gegebene -  Mittel und Zeit beansprucht.

 

Klassische Homöopathie bei Krebs

Wie unter dem Eintrag Homöopathie bei schweren Erkrankungen bereits aufgezeigt, ist eine begleitende oder auch alleinige Behandlung bei Tumorerkrankungen nicht einfach. Patienten müssen mit ihren Ängsten aufgefangen, unter Umständen gleichzeitig die Nebenwirkungen einer Chemotherapie gemildert, wenn irgend möglich das Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten und sofern es geht eine Umkehr des Krankheitsprozesses versucht werden.

Das bedeutet natürlich auch, dass ein häufiger Kontakt zum Patienten, entsprechendes Wissen des Behandlers über die Erkrankung und auch Kenntnisse über die eingesetzte Chemotherapie erforderlich sind. Deshalb haben auch Selbstmedikationen oder Behandlungen durch homöopathisch bewanderte Laien hier nichts zu suchen.

Aus meiner Sicht ist es von großem Vorteil, den Patienten so schnell wie möglich nach der Diagnose kennen zu lernen. Zu diesem Zeitpunkt ist es leichter, die genauen für eine homöopathische Behandlung notwendigen Symptome herauszuarbeiten und nachfolgend gegen die möglichen Nebenwirkungen einer schulmedizinischen Therapie abzugrenzen.

Homöopathisch gesehen geht man häufig folgendermaßen vor:

Der Tumor selbst steht an erster Stelle:  Der Körper muss den Feind als solches erkennen und angreifen. Das geschieht mit Mitteln, die entweder einen entsprechenden Organbezug und / oder sich für diesen Tumor auch klinisch bewährt haben.

Darüber hinaus versucht man natürlich das zum Patienten in seiner Gesamtheit passende Simile zu finden und eben abwechselnd zum organotropen Mittel zu geben, wenn es das Krankheitsgeschehen zulässt.

Für Nebenwirkungen oder auch Begleitumstände wie Schlaflosigkeit müssen ebenfalls Behandlungsmöglichkeiten gefunden werden. Hier kann man sich manchmal auch mit den Urtinkturen der angezeigten Mittel behelfen.

Bei der Therapeutensuche unterstützen Sie die Seiten der Stiftung Homöopathie Zertifikat (homoeopathie-zertifikat.de) und des Verbandes klassischer Homöopathen Deutschlands (vkhd.de)

 

Klassische Homöopathie palliativ

Trotz aller Heilkunst sterben natürlich auch Patienten in homöopathischer Behandlung, weil manche Fälle unheilbar oder Patienten aus Altersgründen dem Tod nahe sind.

In solchen Situationen ist es vor allem wichtig, Ruhe in das Geschehen zu bringen und auch Angehörige in ihrem Schmerz und ihrer Angst vor dem bevorstehenden Tod zu entlasten. 

Oft sind es nur noch ganz kleine, sporadisch auftretende Zeichen, die zur Mittelwahl führen, z.B. das als Flockenlesen bezeichnete Zupfen an der Bettdecke, die Reaktion auf frische Luft im Zimmer oder das Trinkverhalten. Auch bei Komapatienten schafft es die Lebenskraft manchmal noch solche Hinweise zu geben.