Heilpraktikerin Petra Amann-Kirchberger

Ohrakupunktur

Die von mir praktizierte Form der Ohrakupunktur wurde von dem französischen Arzt Dr. Paul Nogier Anfang der fünfziger Jahre eher zufällig entdeckt. Er stellte in den folgenden Jahren in akribischer Forschungsarbeit fest, dass sich am Ohr ebenso wie z. B. am Fuß sogenannte Reflexzonen des Körpers befinden. Nogier selbst bezeichnete seine neue Methode als Auriculotherapie.

Jedem Organ, jedem Wirbel, jedem Gelenk, jeder Drüse usw. können also Punkte am Ohr zugeordnet werden, über die dann mithilfe von Akupunkturnadeln eine Beeinflussung und Stimulation des betreffenden erkrankten Teiles möglich ist.

Der Behandler arbeitet mit sehr kurzen Akupunkturnadeln entweder mit Plastikgriff oder aus Kupfer, Silber bzw. Gold. Dem Silber wird dabei beispielsweise kühlende, Gold anregende wärmende Wirkung zugesprochen. Diese Nadeln bleiben ca. 20 Minuten an Ort und Stelle.

Muss ein Punkt wie bei der Nikotinentwöhnung länger stimuliert werden, verwendet man Dauernadeln, die erst nach Tagen abfallen oder nach ca. 1 Woche gezogen werden.

Im Zusammenhang mit der Ohrakupunktur entdeckte Nogier auch den nach ihm benannten „Nogier-Reflex“, den er selbst als RAC (Reflex auriculocardiale) nannte. Von Bahr wurde auf dieser Grundlages eine Störherdtherapie entwickelt.

Dabei wird während des Setzens der Nadeln der Puls gefühlt. Eine Veränderung der Pulsqualität lässt Rückschlüsse auf eine Störung im Körper zu.